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30.06.10: COMIC-BUS TEL AVIV BERLIN
Heute Vormittag erreichte das Comic-Projekt Tel Aviv Berlin seinen Höhepunkt! Mit dem weithin sichtbaren Comic-Bus starteten die Kulturattacheé der Israelischen Botschaft Dvora Ben-David und Silke Fischer, Direktorin von Märchenland – Deutsches Zentrum für Märchenkultur, mit Elftklässlern der Rosa-Luxemburg-Oberschule und Berufsschülern der Best Sabel Designschule auf Entdeckungstour durch das pulsierende Berlin.
Der Tour wurden Eindrücke und Fixpunkte zugrunde gelegt, die die deutschen und israelischen Comic-Künstler im Reisebuch Tel Aviv Berlin zeichneten. Die Teilnehmer konnten anhand des Buches die realen und irrealen Wege der Künstler im historischen und zeitgenössischen Berlin nachvollziehen.
Die Tour führte von den geometrischen Formen des Potsdamer Platzes (Itzik Rennert), entlang einiger Punkte aus Erich Kästners Kinderbüchern wie der Weidendammer Brücke (Mira Friedmann), über weitere inspirierende Orte bis zum Mauerpark (Jan Feindt), wo die Jugendlichen im Amphitheater mit Dvora Ben-David über die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel sowie über die emotionsgeladenen Zeichnungen der Berliner und Tel Aviver Künstler und deren Beweggründe sprechen, diskutieren und fachsimpeln konnten.
10.06.10: START DES 7. BERLINER MÄRCHENSCHIFFS
Bei der feierlichen Eröffnungsfahrt auf der „Kreuzberg“ am Abend des 10. Juni verkündet Silke Fischer, Direktorin von Märchenland – Deutsches Zentrum für Märchenkultur, den Start des 7. Berliner Märchenschiffes! Mit mexikanischer Mariachi-Musik und lateinamerikanischen Köstlichkeiten stimmte die Auftaktfahrt ein auf die kommenden Tage im Zeichen des Wassers. Die über 200 Gäste auf der "Kreuzberg" der Reederei Riedel feierten gemeinsam mit dem Reeder Lutz Freise und dem Botschaftssekretär der Republik Ecuador Fernando Guzman Gomez das interkulturelle Projekt unter dem Motto "Märchenhaftes Lateinamerika", das anlässlich der 200-jährigen Unabhängigkeit vieler lateinamerikanischer Staaten (Bicentenario) zwischen dem 11. und 18. Juni veranstaltet wird.
Auf den Flüssen, Strömen und Bächlein Lateinamerikas folgen wir sprechenden Tieren, Zauberern und Geistern und lauschen uralten Geschichten der indigenen Völker. Die Märchenerzählungen an Bord entführen Schulklassen und Familien in die exotische Welt der Mangroven, Kolibris und Jaguare und laden ein zu Fantasiereisen auf dem Amazonas, dem Titicaca-See oder entlang der Felsenküsten Feuerlands.
Mariachi-Gruppe
31.05.10: "POLITIKER ERZÄHLEN MÄRCHEN" MIT BUNDESINNENMINISTER DR. THOMAS DE MAIZIÈRE
Am Montag, den 31. Mai, machte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière Kindern der Wedding-Grundschule ein verfrühtes Geschenk zum Internationalen Kindertag und las im Max Liebermann Haus aus Hauffs „Zwerg Nase“. Als dreifacher Vater hat er ja einige Erfahrungen im Märchenvorlesen. De Maizière ist in seiner Position bestrebt, den Zusammenhalt der Gesellschaft und die Integration zu fördern. Daher schenkte er der multikulturellen Weddinger Klasse eine Stunde seiner Zeit, las vor, zeigte Bilder und erklärte, was ein Schuster macht.
Nach der Lesung überschütteten die Kinder den Minister mit neugierigen Fragen: „Was wolltest du werden, als du klein warst?“ – „Feuerwehrmann“, sagte der studierte Jurist. Er wäre so gern einmal mit einem knallroten Feuerwehrauto bei Rot über die Ampel gefahren. Kurzes Staunen trat ein, als de Maizière angab, in der Schule „immer fleißig und immer aufmerksam“ gewesen zu sein. Doch als er lächelnd nach der Märchenfigur fragte, die gerne lügt, wurde er im Chor als „Pinocchio“ enttarnt.
Dr. Thomas de Maizière und Silke Fischer, Direktorin Märchenland
17.05.10: "POLITIKER ERZÄHLEN MÄRCHEN" MIT BUNDESVERTEIDIGUNGSMINISTER KARL-THEODOR ZU GUTTENBERG
Am Montag, den 17. Mai, begrüßte Märchenland – Deutsches Zentrum für Märchenkultur Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zum zweiten Mal in der Reihe POLITIKER ERZÄHLEN MÄRCHEN: Im Max Liebermann Haus las der 38jährige „Der verrostete Ritter“ für 52 Zweit- und Drittklässler der Löcknitz-Grundschule Berlin. Mit den Stimmen von uralten Mütterchen und bayrischen Bauern begeisterte er seine kleinen Zuhörer. Daraufhin gab der Politiker noch wertvolle Tipps gegen das „Geistige Verrosten“: „Rostige Stellen entstehen hin und wieder in der Seele. Man kann sie aber bekämpfen, indem man sich seine Unabhängigkeit und einen freien Geist bewahrt.“
Schon zu Anfang hatte er den Kindern voller Stolz seine blau-weiße Kronenkrawatte gezeigt. „Die habe ich im letzten Jahr von Märchenland bekommen, als ich schon mal vorlesen durfte“, so der Minister und "Märchenritter". Ermuntert durch diese Geste und sein beherztes Engagement für Kinder hoffte Silke Fischer, Direktorin von Märchenland, dass zu Guttenberg die magische Zahl Drei im nächsten Jahr mit einer weiteren Lesung komplett machen würde.
15.04.10: "POLITIKER ERZÄHLEN MÄRCHEN" MIT BUNDESJUSTIZMINISTERIN SABINE LEUTHEUSSER-SCHNARRENBERGER
Einmal blätterte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger nicht in verstaubten Gesetzestexten. Für Märchenland – Deutsches Zentrum für Märchenkultur nahm sie ein Märchenbuch zur Hand und las in der Reihe „Politiker erzählen Märchen" für 42 SchülerInnen der Modersohn-Grundschule die Geschichte „Es muss auch kleine Riesen geben" von Irina Korschunow.
Im Anschluss an die Lesung musste sie sich den spitzfindigen Fragen der gut vorbereiteten Nachwuchsjournalisten stellen. „Ihr seid der Mittelpunkt“ war ihr klares Statement. Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft, darum müssen ihnen „optimale Möglichkeiten zum Lernen“ und „Chancen für den Beruf“ geboten werden. Auf die Frage eines Mädchens: „Wie kommt es, dass es kein Geld für Spielplätze, aber für Dienstwagen gibt?“ erklärte sie, dass jeder Politiker die Verantwortung hätte in seinem Bereich sparsam zu sein, so dass für öffentliche Aufgaben, die bisher zu kurz kommen, Gelder verfügbar werden.
Und was wohl noch niemand wusste: die heutige Justizministerin wollte eigentlich Schokoladenverkäuferin oder Lehrerin werden.
12.04.10: "MÄRCHENREISE MIT PROMINENTEN" MIT STEPHANIE ZU GUTTENBERG
Märchenland – Deutsches Zentrum für Märchenkultur und die Schwedische Botschafterin Ruth Jacoby begrüßten am 12. April im Rahmen der Reihe „Märchenreise mit Prominenten“ Stephanie Freifrau von und zu Guttenberg im Felleshus der Nordischen Botschaften. Die sympathische Deutsch-Schwedin erzählte für 30 Schüler der Svenska Skolan Berlin zweisprachig aus dem reichen Märchenschatz der schwedischen Autorin Astrid Lindgren: „Ihre Märchen und Geschichten haben mich besonders geprägt.“ Denn vorgelesen wurde und wird in der Familie zu Guttenberg viel. Die Direktorin von Märchenland Silke Fischer betonte: „Das Wichtigste am Vorlesen ist die Zeit, die wir damit den Kindern widmen“ und traf damit genau den Nerv der Ministergattin: „Für mich war es immer das schönste, wenn meine Großmutter mir auf schwedisch vorlas.“
24.03.10: KINDER-VIP-LOGE MIT LENA SCHÖNEBORN
Im Rahmen der Reihe „Kinder-VIP-Loge“ erzählte die Fünfkämpferin Lena Schöneborn Geschichten von goldenen Klumpen und Medaillen. Nachdem sie den SchülerInnen der Anne-Frank-Grundschule „Hans im Glück“ vorgelesen hatte, der sein hart verdientes Gold schnell wieder verlor, berichtete sie, wie sie ihres 2008 bei den Olympischen Sommerspielen in Peking gewann. Der Clou der Veranstaltung war die Medaille selbst: das mit weißem Jadestein verzierte Prunkstück wanderte durch die Kinderhände und jeder durfte einmal einen Hauch des Ruhmes spüren. Ganz nebenbei erfuhren die Kinder wie die Sportlerin zum Fünfkampf kam und dass das Reiten ihre liebste Disziplin ist, weil es stets eine Herausforderung wäre sich auf das Wesen der Pferde einzustellen. „Auch wenn man mal runterfällt, muss man sofort wieder aufsteigen“, war ihr symbolischer, guter Rat, den die SchülerInnen in Zukunft sicher beherzigen werden.
16.03.10: KINDER-VIP-LOGE MIT MANFRED FREIHERR VON RICHTHOFEN
Der Ehrenpräsidenten des Landessportbundes Berlin und des Deutschen Olympischen Sportbundes, las am 16. März das Grimmsche Märchen „Sechse kommen durch die ganze Welt“ für Berliner Schulkinder. Gemeinsam diskutierten sie die für viele Sportarten so treffende Erkenntnis: „Wenn man sich zusammenschließt, kann man viel erreichen“. Die Illusion, dass man als guter Sportler reich würde, musste er den Kindern allerdings nehmen. Es gäbe „nur wenige Sportarten, in denen Geld verdient wird“. Der 76jährige, engagierte Sportfunktionär betonte, dass Sport in erster Linie zum Vergnügen und für persönliche Leistungserfolge betrieben wird."
11.02.10: MÄRCHENREISE MIT PROMINENTEN: DENNENESCH ZOUDÉ
Heute begrüßte Märchenland Schauspielerin Dennenesch Zoudé im Berliner Rathaus. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Märchenreise mit Prominenten“ las sie für 35 SchülerInnen der Moabiter Grundschule das Grimmsche Märchen „Die kluge Bauerntochter“ und „Der Nusstiger“ aus Afrika. Woher sie stamme, fragte anschließend ein kleiner Junge aus Ghana. Gleich zeichnete die seit ihrem ersten Lebensjahr in Deutschland lebende Schauspielerin die Konturen des afrikanischen Kontinents in die Luft und „zeigte“ ihm ihr Herkunftsland Äthiopien. „Wie wird man ein Star?“ wollte ein Mädchen wissen. „Man kann nicht sagen: Ich will Star werden“, kritisierte Dennenesch Zoudé daraufhin die DSDS-Strategie aus dem Fernsehen. „Ich habe den Beruf, Geschichten zu erzählen – so wie heute. Wenn viele Leute einem im Fernsehen zusehen, wird man bekannt.“ Zum Schluss waren natürlich die „tollen Tage“ Thema, die noch bis Aschermittwoch Gelegenheit bieten, sich märchenhaft zu verkleiden. „Ich würde als Pirat zum Fasching gehen!“ verkündete Dennenesch Zoudé den Kindern lachend, und ihre Augen strahlten. Die Kinder hat sie auf jeden Fall im Sturm erobert.
13.01.10: MÄRWERTSTUNDE MIT PROF. REINHOLD WÜRTH
„Ich habe die Sonne heute schon gesehen, weil ich über den Wolken geflogen bin“, erzählte Prof. Reinhold Würth, Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrates der Würth-Gruppe, heute fünfundzwanzig staunenden Kindern. Dabei zeigte er auf den verhangenen Himmel, der den Lichthof im Haus der Deutschen Wirtschaft überspannte. Mit seiner öffentlichen Vorlesepremiere in der Veranstaltungsreihe DIE MÄRWERTSTUNDE brachte er heute die Sonne zumindest in die Herzen seiner Zuhörer. Auch für das Haus der Deutschen Wirtschaft war es eine Premiere. „Normalerweise sitzen hier Männer und Frauen mit schwarzen Anzügen und sprechen über Wirtschaft“, begrüßte Dr. Lena Behmenburg, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Erst-, Zweit- und Drittklässler der Grundschule am Arkonaplatz gemeinsam mit Silke Fischer.
Nach seiner kindgerechten Erklärung des Wirtschaftsbegriffs las der Großvater von sechs Enkelkindern das tibetische Märchen „Der Steinmetz“. „Der Steinmetz hat immer über den Zaun geschaut und dachte, was die anderen machen, ist besser“, fasste Prof. Würth das Märchen zusammen. „Euch geht es sicherlich auch manchmal so, wenn ein Kind mit einem neuen Pullover in die Schule kommt, und ihr tragt einen alten. Welches Gefühl entsteht?“ – „Neid!“ rief ein Junge sofort. Jede Münze habe zwei Seiten, erzählte Prof. Würth den Kindern und erklärte dies am Beispiel der jüngst verstorbenen Erbin des Unternehmens Johnson & Johnson. Sie habe alles besessen und sei dennoch todunglücklich gewesen.
Unglücklich war in der märchenhaften Runde vom heutigen Vormittag sicherlich niemand, und auch der topfitte Fünfundsiebzigjährige machte sich gut gelaunt auf den Weg zu seinem Flugzeug, um zum nächsten Termin zu düsen.
