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Die Welt kommt nach Berlin

Märchen und Geschichten sind die Wurzeln der Literatur. Vielschichtig und tiefgründig bieten sie immer neue Interpretationsmöglichkeiten. Dies gilt im Besonderen für das Bild von Mädchen und Frauen im Märchen. Das am meisten bekannte und verbreitete ist das der hilflosen und passiven Schönheit, die wartet, bis sie von einem männlichen Helden erlöst oder befreit wird.

Dabei ist das Motiv der aktiv handelnden Frau, die zum Beispiel ihren Mann rettet oder selbstbestimmt den zu gewinnen sucht, den sie selbst heiraten will, oder die an der Spitze eines Heeres reitet, die mit List und Klugheit ihr eigenes und ihres Volkes Schicksal in die Hand nimmt, viel häufiger in den Märchen und Geschichten vertreten, als dies im Bewusstsein der Gesellschaft verankert ist.

In vielen weiblichen Märchen- und Sagengestalten spiegeln sich Schicksalsfrauen alter Religionen wider. Das Matriarchat war die Zeit der Kulte der „Großen Mutter“, der Fruchtbarkeits- und Muttergottheiten. Doch im Verlauf der Christianisierung wurde diese Vielschichtigkeit zerstört, die lichte von der dunklen Seite getrennt. Die kultischen Feste wurden zum Hexensabbat.

Mit den 27. BERLINER MÄRCHENTAGEN „Dornröschen erwacht …!“ zeigt MÄRCHENLAND das breite Spektrum von Mädchen und Frauen in Märchen und Geschichten auf.

Ob Königin, Walküre oder Prinzessin; ob Fee, Nixe oder Elfe; ob Kräuterfrau, Magierin oder Hexe; ob Magd, Bauerntochter oder Jägerin – während des Festivals wandeln wir auf den Spuren märchenhafter Frauenfiguren aus Literatur, Kunst, Politik und Wirtschaft und schlagen Brücken bis in die Gegenwart – zu den Powerfrauen, Super- und Wonder Women!


Manche Männer bemühen sich lebenslang,
das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich
mit weniger schwierigen Dingen, z. B. der Relativitätstheorie.
ALBERT EINSTEIN


 
27. Berliner Märchentage